Die Kadettenmusik der Stadt Zug hat am Wochenende den Zuschlag für die Durchführung des 16. SchweizerJugendmusikfestes erhalten. Damit kommt die Region Zug im Frühsommer 2013 in den Genuss eines kulturellenGrossanlasses mit rund 6000 Beteiligten.
Eine prominente Runde bewarb sich am Samstag (13. März 2010) an der 80. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Jugendmusikverbandes in St. Gallen für die Durchführung dieses Grossanlasses: Angeführt von Regierungsrat Beat Villiger vertraten Stadtpräsident Dolfi Müller, Stadtratsvizepräsident Hans Christen, Christoph Bruggisser, Leiter der Musikschule Zug, und Urs Raschle, Leiter Zug Tourismus, die Kandidatur Zugs zur Durchführung des Schweizer Jugendmusikfests. Zwei Orte bewarben sich um diesen Anlass, und in der direkten Ausmarchung schlug Zug den Mitbewerber Einsiedeln jedoch klar. «Für Zug bedeutet der Zuschlag eine grosse Ehre und verspricht einen sympathischen nationalen Anlass mit kultureller Ausstrahlung weit über den Kanton Zug hinaus», strahlte Stadtpräsident Dolfi Müller nach geschlagener Schlacht.
Ein kultureller Grossanlass
Die Durchführung des Anlasses, dessen genaues Datum noch zu bestimmen ist, bedeutet für die Verantwortlichen eine grosse Herausforderung. Erwartet werden rund 100 Jugendmusikformationen mit 6000 Beteiligten. Für den zweitägigen Anlass müssen Unterkünfte für 5000 sowie Verpflegung und Transport für etwa 6000 Personen bereitgestellt werden. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm soll für gute Stimmung auch bei den Zugerinnen und Zuger sorgen. Für organisatorische, logistische und administrative Aufgaben werden an die 500 Helferinnen und Helfer benötigt. Regierungsrat Beat Villiger, der den Anstoss für die Zuger Bewerbung gab, ist überzeugt, dass die Region Zug voll und ganz hinter diesem musikalischen Grossanlass stehen wird. «Ich zweifle nicht daran, dass wir den jungen Musikantinnen und Musikanten unsere ideelle und finanzielle Unterstützung zukommen lassen werden.» Beat Villiger sieht dieses Engagement auch im Rahmen des Projektes «Gemeinsam gegen Gewalt»: «Der sehr grosse Teil unserer Jugend ist werte- und leistungsorientiert ausgerichtet und lehnt Gewalt voll und ganz ab. Dieses Fest sehe ich auch als einen Beweis für diese Aussage und dafür, dass die Jugend auch im kulturellen Bereiche immer wieder grossartige Punkte setzt.»
Hans Christen wird OK-Präsident
Zug hat mit der Austragung der Special Olympics, der Schweizer Olympiade für körperlich und geistig behinderte Sporttreibende, im Jahre 2006 bereits wertvolle Erfahrungen sammeln können. Stadtratsvizepräsident Hans Christen hat sich bereit erklärt, für diese anspruchsvolle Aufgabe als OK-Präsident zu wirken. Er hat bei den Special Olympics bereits als Co-Präsident gewirkt und tritt Ende 2010 als Stadtrat zurück. «Ich freue mich sehr, diesen Anlass zu organisieren und bin bereit, die Zeit dafür zu investieren», freute sich Hans Christen in St. Gallen. ««Wir werden sicher einige OK-Mitglieder von Special Olympics reaktiviren können, um von den Erfahrungen der anspruchsvollen Durchführung der Special Olympics vor vier Jahren zu profitieren.»
Für Urs Raschle, Leiter von Zug Tourismus, sendet die Durchführung des Jugendmusikfestes einen wichtigen touristischen Impuls aus.
Alle fünf Jahre ein Jugendmusikfest
Das Schweizer Jugendmusikfest wird alle fünf Jahre durchgeführt. Das letzte fand in Solothurn statt, vor zehn Jahren war es in Chur. Als Gastgeberin stellt sich jeweils die Jugendmusik des austragenden Ortes zur Verfügung; in Zug ist es die Kadettenmusik mit ihren rund 50 Aktiven unter der Leitung von Mario Venuti. Die Kadettenmusik ist eines von 28 Orchestern und weiteren Musikformationen, welche die städtische Musikschule ihren über 2‘300 Schülerinnen und Schülern anbietet. Diese Verbundenheit der Bevölkerung zur Musik dürfte mitunter ein Grund gewesen sein, weshalb die Delegierten in St. Gallen der Stadt Zug den Zuschlag gegeben haben. Und nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich die Mitglieder der Kadettenmusik, die sich von Freitag bis Sonntag gerade in einem Probeweekend in Zweisimmen intensiv auf ihre nächsten Konzerte vorbereitet haben, sehr gefreut haben über den Entscheid.
Weitere Infos:
http://www.jugendmusikfest.ch (Medienkonferenz vom 15. März 2010)